06. bis 21.09.2014

Ausstellung "Einblicke II" im Ravelin der Festung Ehrenbreitstein, 2014

 

Seit Anfang des Jahres 2014 beschäftige ich mich - gewissermaßen als Fortsetzung meines Diplomarbeits-Themas "Cocoon - ein Selbst-portrait" - mit dem Thema "Nähe und Ferne". Ein Teil der Arbeiten entsteht hierbei während schier unendlich erscheinender Zugfahrten.

 

Während der jurierten Ausstellung vom 06. - 21.09.2014 im Ravelin der Festung Ehrenbreitstein in Koblenz wurden einige der bisher entstandenen Arbeiten gezeigt. Hier ein paar Impressionen der Ausstellung.

 

Worum geht’s?

 

Es geht um Nähe und Ferne. Zeitlich - räumlich - zwischenmenschlich. So nah doch fern – so fern doch nah. Was ist Nähe und Ferne für mich? Was ist / war mir nah oder fern?

 

Hörst du die Stille? In der Stille ist das Ferne ganz nah.

 

Was macht die Nähe, wenn die Zeit vergeht? Was bleibt? Bleibt am Ende nur die Erinnerung an Nähe?

 

Heimat <-> Zuhause. Wir können an vielen Orten zuhause sein, aber unsere Heimat bleibt immer unsere Heimat, auch wenn sie fern ist.

 

Geburt -> Tod. Die Geburt ist der erste Schritt von der Nähe zur Ferne. Liebesbriefe, Abschiedsbriefe, der letzte Wille.

 

Gemeinsam einsam. Zweisamkeit -> Einsamkeit. Zusammen und doch allein. Beziehungsgeflechte, ineinander – nebeneinander – auseinander.

 

Kann man die Zeit anhalten, um die Nähe auszudehnen, um sie gewissermaßen von der Ferne zu entfernen? In Indonesien gibt es den Ausdruck „jam Karet“, der wörtlich übersetzt „Gummizeit“ bedeutet und meint, dass Zeit nach allen Seiten dehnbar ist. Bedeutet das, dass auch die Nähe ausgedehnt werden kann? Hat Nähe eine Zeit?

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